Deutschen Kinderschutzbund Rostock e.V.
Vorstand
 




 
Kati Sievert
Vorsitzende
 
 
 




Susanne Rosenow 
stell. Vorsitzende  
 



Mandy Borkenhagen-Tiede
Schatzmeisterin
 




Doreen Winter
1. Beisitzerin
              

Interview mit dem Vorstand anlässlich der Mitgliederversammlung im Januar 2016

 

„Ich bin echt froh, dass wir unsere Arbeit fortsetzen können“, strahlt Ellen Schulmeiß nach der Wiederwahl in den Vorstand des Rostocker Kinderschutzbundes. „Für uns alle ist die Tätigkeit im Verein eine echte Herzensangelegenheit!“, fügt Kati Sievert, die ebenfalls wiedergewählte Vorstandsvorsitzende hinzu. Das verwundert auch nicht, sind doch alle vier aktuellen Mitglieder des Vorstands Mütter, die neben ihren Berufen als Anwältin, Sozialpädagogin und Lehrerin ehrenamtlich den Ortsverband des Kinderschutzbundes leiten.

Gemeinsam traten sie das Amt bereits vor zwei Jahren an. Am Anfang habe es viel Zeit und Energie gekostet, sich in die Vereinsarbeit einzufinden, den Überblick zu gewinnen und eine Struktur zu etablieren, erzählt die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Ellen Schulmeiß. Nachdem die damaligen Mitglieder ganz euphorisch angetreten waren, um „die Kinder dieser Welt zu retten“, seien erst einmal die bürokratische Ernüchterung und tausend Fragen auf sie eingeströmt: Welche Projekte gehören zum Kinderschutzbund? Wo stellt man Anträge? Wie kann sich der Vorstand möglichst effektiv organisieren? „Doch nachdem wir uns durch diesen Berg gekämpft hatten“, so die 34-Jährige, „ging es dann zum Glück wieder um Kinderschutz.“

Was das eigentlich bedeute, erläutert Susanne Schmidt, der aktuell die Aufgabe der Schatzmeisterin im KSB Rostock zukommt: „Kinderschutz heißt für mich nicht nur der Schutz von Kindern vor Gewalt, sondern auch die Umsetzung der Kinderrechte, die Förderung einer gesunden sozialen und körperlichen Entwicklung und vor allem das Erleben einer glücklichen Kindheit.“ Dazu trägt der Verein derzeit in Form von drei Projekten bei. Zum Einen wäre da die „Notinsel“, eine Initiative, die Geschäfte, Banken, Apotheken usw. betreut, deren Eigentümer sich bereit erklärt haben, Anlaufstelle für Kinder in Not zu sein. Außerdem arbeiten mittlerweile vier Festangestellte in dem Projekt „Eltern- und Familienbildung“.  Diese geben neben vielen anderen Aktivitäten vor allem Kurse, in denen Eltern ihre Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Kindern erweitern und sich über Erziehungsfragen austauschen können. 2015 kam das jüngste Projekt des Rostocker Kinderschutzbundes hinzu, die Psychosoziale Prozessbegleitung. Durch Andrea Wehmer werden hierbei Kinder und Jugendliche, die ein Opfer von Gewalt geworden sind, bei Gerichtsverhandlungen betreut, um weitere Traumatisierungen durch den Prozess zu vermeiden.

Diese drei erfolgreichen Projekte sind das Ergebnis des Einsatzes engagierter Mitarbeiter. Umso mehr freut es die Vorsitzende Kati Sievert, dass sich auch in dem neu gewählten Vorstand „Menschen zusammengefunden haben, denen das Schicksal des Vereins am Herzen liegt und denen es wichtig ist, die hier angesiedelten verschiedenen Projekte weiterzuführen.“

Nicht nur für die Sozialarbeiterin und Erste Beisitzerin im Kinderschutzbund Doreen Winter sind die beste Motivation für ihr Engagement in den kommenden Jahren die Kinder selbst. Eine glückliche Kindheit habe sie für das Leben stark gemacht, sagt auch Kati Sievert, und das wünsche sie sich für alle Kinder. Doreen Winter bewahrt jedoch einen realistischen Blick: „Ziele habe ich auf den Kinderschutz bezogen viele. Ich bin mir jedoch bewusst, dass sich diese nur längerfristig umsetzen lassen. Außerdem können wir nur gemeinsam mit anderen Menschen die Kinder und deren Familien effektiv unterstützen und begleiten.“ 


© Deutscher Kinderschutzbund Rostock e.V. 2018